In den trockenen, felsigen Gebieten im Südwesten von Texas wächst eine kleine, aber bedeutende Pflanze: Peyote, ein Kaktus, der sowohl in der lokalen biologischen Vielfalt als auch in der Spiritualität der indigenen Gemeinschaften tief verwurzelt ist.
Diese heilige Pflanze, die zwischen Kakteen, Mesquite und Steinen wächst, kommt in der Natur nur in vier Bezirken der Vereinigten Staaten vor, einer davon ist Starr County. Heute steht sie jedoch vor ernsthaften Überlebensproblemen.
Eine Tradition mit familiären Wurzeln
Julie Morales, eine der wenigen Personen im Land, die legal Peyote verteilen dürfen - und die einzige Frau in dieser erlesenen Gruppe - führt eine Tradition fort, die ihr Vater, Mauro Morales, vor Jahrzehnten in Rio Grande City begonnen hat, wie sie sagt: “Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser Tradition zu sein, die für uns eine Tradition ist. Für die Familie Morales ist es ein Erbe”, sagt Julie.
In dem Haus, in dem Julie aufwuchs, beherbergte ihr Vater indianische Stämme, die aus dem ganzen Land anreisten, um an spirituellen Ritualen teilzunehmen, bei denen Peyote eine zentrale Rolle spielte.
Heute ist die Arbeit von Julie Morales als «peyotera» mehr als ein Geschäft, sie ist ein Weg, eine heilige kulturelle Praxis zu bewahren und die Traditionen der ursprünglichen Völker zu ehren.
Strenge Vorschriften und zeremonieller Konsum
Seit 1970 gilt Peyote in den Vereinigten Staaten aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung als kontrollierte Substanz. Der legale Vertrieb ist auf Personen mit Sonderlizenzen beschränkt, die von der Drug Enforcement Administration (DEA) und dem Texas Department of Public Safety erteilt werden.
Darüber hinaus ist der Verzehr auf Grund des 1994 verabschiedeten American Indian Religious Freedom Act, der den spirituellen Wert dieser Pflanze in den Zeremonien der Ureinwohner anerkennt, gesetzlich auf Angehörige der Indianerstämme beschränkt.
Dieses Jahr versammelte sich die Native American Church of North America mit Mitgliedern aus allen Bundesstaaten und sogar aus Kanada in Rio Grande City, dem Land, das sie als “heiligen Garten” bezeichnen, weil es die Frucht ihrer Medizin, den Peyote, trägt.
Hauptthema des Besuchs war die derzeitige Verknappung dieser Pflanze aufgrund des Mangels an fruchtbarem Boden durch die Industrialisierung, die in einem zweiten Sonderbericht behandelt werden wird, da dies auch eine Bedrohung für das Ökosystem unserer Region darstellt.
Quelle: Eingeborenenstamm schützt symbolischen Peyote-Kaktus - Telemundo McAllen (40)






